Anzeichen für Schmerzen beim Hund

Hier geben wir Dir ein paar Hinweise, die Dir helfen können, Schmerzen bei Deinem Hund zu erkennen.

Bewegungs­störungen


Normalerweise lieben Hunde Bewegung. Wenn Du bei Deinem täglichen Spaziergängen merkst, dass Dein Hund „nicht ganz rund läuft“, dann solltest Du das Augenmerk noch einmal etwas gezielter auf seltsam verändere Bewegungen richten. Denn wie bereits erwähnt, verfallen alle Lebewesen bei Schmerzen schnell in eine entlastende Schonhaltung. Wenn Dein Hund das eine Bein nachzieht oder einen kleinen Hüpfer macht, dann kannst Du sicher sein, dass er das nicht aus Jux und Tollerei macht, sondern weil er an dieser Stelle unter Schmerzen leidet. Auch wenn Dein Hund die Pfoten nicht mehr richtig hebt und die Krallen über den Boden schleifen, dann hat das meistens einen triftigen Grund. Achte auch darauf, ob Dein Hund sich länger als gewöhnlich eine passende Position sucht, um sich hinzusetzen oder hinzulegen. Auch das kann ein Merkmal dafür sein, dass er eine geeignete Position sucht, die ihm keine Schmerzen bereitet.

Körperhaltung

Auch die Körperhaltung sagt viel über den Gesundheitszustand von Hunden aus: Bei kranken Hunden ist der Rücken oft nach oben gewölbt, der Schwanz eingeklemmt und der Kopf hängend. Auch häufiges Zittern oder Schütteln deutet auf starke Schmerzen hin.

Vermeide­verhalten

Ein wichtiges Indiz ist auch ein sogenanntes Vermeidungsverhalten. Dabei versucht der Hund ganz klar, gewisse Bewegungen zu vermeiden, die ihm sonst leichtgefallen sind oder aber große Freude bereitet haben.

Atmung

Du kennst es vielleicht aus persönlicher Erfahrung, dass Du das eigene Schmerzempfinden durch gezielte Atmung regulieren kannst. Der Hund bedient sich ebenfalls dieses Tricks und versucht, seine Schmerzen „weg zu atmen“. Werde daher stutzig, wenn Dein Hund ohne vorherige Anstrengung plötzlich hechelt oder schnell und flach atmet.

Verhaltens­änderungen

Auch auffällige Verhaltensveränderungen sollten auf Deinem Herrchen-Radar rot aufblinken! Denn es kommt nicht von ungefähr, wenn Dein Hund plötzlich die sonst willkommene Nähe einer Umarmung meidet, die ausgelassene Begrüßung von seinen Spielkameraden ausfallen lässt oder ungewohnt aggressiv auf Berührung reagiert. Spätestens wenn er dem geworfenen Tennisball nicht mehr wie gewohnt  hinterherhetzt, solltest Du misstrauisch werden.

Appetit­losigkeit

Ein weiteres Indiz dafür, dass mit Deinem Liebling etwas nicht stimmt, ist plötzlich auftretende Appetitlosigkeit. Wenn also der Napf einmal unberührt bleibt und auch die sonst favorisierten Leckerlies keine Gefühlsregung auslösen, dann ist etwas im Argen. Das kann natürlich auch ganz andere Gründe als Schmerzen haben, aber es deutet auf jeden Fall auf ein generelles Unwohlsein hin – dessen Auslöser eben auch Schmerzen sein können.

Lecken

Wenn Du bemerkst, dass Dein Hund sich verstärkt an einer bestimmten Stelle leckt, dann solltest Du diese einmal genauer in Augenschein nehmen. Wenn dort kein offensichtlicher Grund für diese Aktion aufzufinden ist, dann kann es sehr gut möglich sein, dass Dein Hund an dieser Stelle unter Schmerzen leidet. Denn nicht selten versuchen Hunde tieferliegende Schmerzen einfach „weg zu lecken“. Es wäre wirklich schön, wenn das tatsächlich funktionieren würde. Bis dahin müssen Sie aber mit ärztlicher Hilfe der Schmerzquelle auf den Grund gehen.

Augen

Die Augen sind das Tor zur Seele – auch bei Hunden. Schaue Deinem Hund einmal tief in die Augen und beobachte, ob die Pupillen seltsam verengt oder erweitert sind oder ob die Augen blutunterlaufen wirken. Ein häufiges Anzeichen für Schmerzen sind oft auch schielende Augen.

Bleib am Ball, es lohnt sich!

Das Thema „Schmerzen“ ist so vielseitig und wichtig, dass wir dazu in den nächsten Wochen noch weitere Artikel online stellen werden.

Unser Buchtipp!

Für ganz Ungeduldige gibt es hier noch zwei Buchtipps, die sehr gut in das Thema einführen.

 Schmerzen beim Hund: Erkennen - Behandeln - Lindern

Auch Hunde haben Schmerzen: Dieser Ratgeber vermittelt dem Hundebesitzer das Wissen, damit er die Schmerzen seines Hundes erkennt und das Schmerzgeschehen verstehen lernt. Neben der schulmedizinischen
Behandlung durch Schmerzmittel befasst sich das Buch ausführlich mit alternativen Therapieformen.

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